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20.08.2015: Bericht über das Rede-Duell der Bürgermeisterkandidaten Rainer Lagemann und Heinz Öhmann
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Foto: Paul Diesner

Gestern Abend (19.August 2015) kam es zum Rededuell der beiden Bürgermeisterkandidaten Rainer Lagemann und Heinz Öhmann. Dazu hatte das Katholische Bildungswerk zusammen mit der Allgemeinen Zeitung eingeladen. Zahlreiche Gäste folgten dieser Einladung. Die Aula des Pius-Gymnasiums war sehr gut gefüllt. Sie sei als "neutraler" Ort gewählt worden. Ein schmunzelndes Raunen erfüllte den Saal.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung sorgte die erste technische Panne für etwas Unruhe. Das Vorstellungsvideo von Rainer Lagemann hatte zunächst keinen Ton und war dann auch nur sehr leise zu hören. Das Video wurde nach dem von Öhmann wiederholt. Dabei war Öhmanns Viedeo ein Zusammenschnitt seiner YouTube Videos bei dem Fürsprecher begründen warum sie ihn unterstützen. Lagemann konnte mit seinem Video besser punkten indem er einige seiner Positionen dort direkt anspricht.

"Mit wem frühstücken Sie gerne?" - War die erste Frage. "Leicht zu beantworten, mit meiner Frau!" Öhmann war zunächst nicht klar, dass diese Frage auf das Unternehmerfrühstück anspielte das jüngst zu Irritationen bezüglich seiner "Einladungspolitik" geführt hatte. Er hatte Mühe sich da rhetorisch rauszuwinden. Öhmann versprach aber mit den beiden beteiligten Banken, Sparkasse und VR-Bank, nocheinmal reden zu wollen.

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Foto: Christian Tiepold

Die Umplanung der Schlossparkfläche mit der urbanen Berkel nahm erwartungsgemäß einen breiten Raum dieses Programmpunktes ein. Öhmann machte klar, dass es bei dem Park nicht nur um Bäume ginge. Dort seien auch historische Stätten die aufgewertet werden sollten, führte Öhmann mit Blick auf das Mahnmal zur Deportation der Juden während der Nazi-Zeit. Und vor allem solle das Wasser in der Stadt besser sichtbar werden. Er wertete das Vorhaben als wichtige Maßnahme um die Attraktivität der Stradt, gerade auch im Hinblich des größerwerdenden Interneteinkaufs, zu steigern. Er will damit ein Einkaufserlebnis besser Möglich machen. Zudem sei die Berkel dabei besser hervorzueben. "Wasser statt Bäume" brachte es ein Zuhörer auf den Punkt der mir diesen Plänen überhaupt nicht einverstanden war.

Lagemann will sich die Planungen bei seinem Einzug ins Rathaus noch einmal sehr genau ansehen. Hier müsse genau geprüft werden. Er verwieß gleichzeitig auf einige Ratsmitglieder die gerade "umschwenken" und die Beschlüsse so nicht gemeint haben wollen.

Bei den Parkflächen verwies Öhmann auf die schwierige Grundstückssituation und die laufenden Verhandlungen. Bei dem angedachten Parkhaus an der Davidstraße war er jedoch vorsichtig optimistisch das hier bald eine Lösung möglich sei.

Lagemann will ebenfalls die Dauerparkplätze aus dem innerstädischen Bereich heraus haben. Er ist bei den Planungen jedoch weit umsichtiger. "Ich habe noch immer einen Parkplatz gefunden!" meinte er. Er stellte in Frage ob er ein großes Parkhaus sein müsse, gerade auch im Hinblick auf die Folgekosten. Ihm schweben kleiner Parkpaletten vor und vor allem aber eine Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer. Auch ein verbessertes Car-Sharing Konzept kann er sich für Coesfeld vorstellen.

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Foto: Christian Tiepold

Harte Kritik übte Lagemann an dem Jacobipark. Ihm liegen die jungen Familien mit Kindern am Herzen für die vor allen bezahlbaren Wohnraum bräuchten. Öhmann verteidigte den Jacobipark. Auch für diese Klientel wolle man Wohnraum anbieten. Beide betonten jedoch das Familien mit Kindern unsere Zukunft seien.

Barrierefreiheit war für Lagemann ebenfalls ein wichtiges Thema. "Wir müssen Geld ausgeben, damit wir gut bleiben!" meinte er auch im Blick auf den demographischen Wandel und die daraus resultierenden Aufgaben. Er möchte die Schwerpunkte im Haushalt auf den Zukunftsbereich leben.

Öhmann führte ins Feld, die Verschuldung der Stadt von 30 auf 20 Mio Euro gesenkt zu haben. Das habe auch damit zu tun dass er sehr zurückhaltend Stellen in der Verwaltung schaffe. Lagemann konterte, dass viel Arbeit gerade im Planungsbereich liegen bliebe.

Lagemann möchte einen Bürgerhaushalt schaffen. Das sei eine adäquate Möglichkeit mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, "Die Bürger sollen mehr erfahren und mitwirken können", betonte der Kandidat.

Öhmann machte auf seine vielen Verdienste aufmerksam und verwies dabei auf die Umwandlung des alten Kasernengeländes in den Industriepark Nord.Westfalen. Für Lageman ist Wirtschaftsförderung Chefsache. Er will vermehrt zukunftsträchtige Unternehmen z.B. aus der Energiebranche nach Coesfeld holen. "Wirtschaftsförderung ist das wichtigste Themenfeld eines Bürgermeister", erklärte Lagemann. Er möchte, möglicherweise auch als Antwort auf das Unternehmerfrühstück, einen Dialog "Politik und Wirtschaft" veranstalten, bei dem aber Parteigrenzen auch mal außer Acht gelassen werden sollten.

"Ich stehe auf der Seite der Eltern!" stellte Lagemann klar. Mit Blick auf die Gesamtschule meinte Lagemann: "In Coesfeld kann sich das eine oder andere noch bewegen!" Eine Gesamtschule vorstellen könne er sich diese sehr wohl und hat dabei die Veränderungen der Schullandschaft, die es ohnehin in den nächsten Jahren geben wird, im Blick.

Öhmann vervwies darauf, dass das Schulzentrum dringend saniert werden müsse. Bei den ganzen Schuldiskussionen habe man die Schulen nicht auch entsprechend ausgestattet. Öhmann wiegelt bei dem Thema ab und sieht im Gegensatz zu Lagemann keine Notwendigkeit für eine Gesamtschule.

Beide stellten aber den Elternwille als Maßstab für ihr Handeln heraus.

Warum seien die Ehrenamtpreisträger der Stadt nicht auf der Homepage der Stadt zu sehen. "Das weiß ich nicht." gab Öhmann zu. Für jemanden der das Ehrenamt angeblich so hoch hängt ein schwaches Bild. Die Pressestelle betreue den Internetauftritt ergänzte er noch.

Auch die Frage eines Zuhörers nach dem was er den alles Falsch gemacht habe wiegelte er mit einem "Jeder Mensch macht Fehler, ich auch." ab. Konkrete Fehler konnte oder wollte er nicht benennen oder eingestehen.

"Ob die Kandidaten hinter dem Berkelprojekt im Schlosspark stehen?" war eine weitere Frage. Öhmann verwies noch einmal auf die breite Mehrheit mit der der Ratsbeschluss seinerzeit verabschiedet wurde und über den einen oder anderen Baum könne man ja noch mal reden. Lagemann hingegen will sich bei seiner Wahl den ganzen Vorgang und die Planungen noch einmal sehr genau ansehen und vieles hinterfragen. Aber auch er möchte neue Akzente in der Stadt und ist dem Projekt an sich grundsätzlich nicht abgeneigt.

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Foto: Doris Vogt

Einen Vorteil hat Öhmann. Ihn kennen die Coesfelder. Leider sagen die einen, gut, die anderen. Öhmann wirkt routinierter als Lagemann und verweist gerne auf seine Erfolge. Es mag sein das er vieles erreicht hat. Aber ob es sein Verdienst war, dass die Kaserne geschlossen wurde mag ich bezweifeln. Öhmann hat wenig Pläne für die Zukunft gezeigt. Bau- und Umbaumaßnahmen wie Parkhaus und "urbane Berkel" einmal ausgenommen. Ansonsten ist er der Bewahrer und will z.B. nicht am dreigliedrigen Schulsystem rütteln. Er wirkte als seien seine Wege schon sehr eingefahren. Deutlich wurde dies bei einer Frage nach einem "Rats-TV" welches er sich vorstellen könne aber Zweifel hatte ob dies rechtlich möglich sei.

Lagemann ist für viele Coesfelder immer noch ein unbeschriebenes Blatt. Doch ein Neuling in der Politik ist er nicht. Und auch auf dem Gebiet der Verwaltung habe er Erfahrung vorzuweisen. Dabei hat er mehr Visionen, stellt mehr Fragen, hinterfragt auch und kann sich dennoch vieles vorstellen. Er hat frische Ideen und auch die Energie dies unzusetzen. Ich traue ihm durchaus zu, das was er sagt auch wirklich so zu meinen. Ich denke er wird vieles nicht nur anders machen, sonder manches sogar auch besser. Lagemann steht nach meinem Eindruck auch mehr zur Transparenz. Er konnte Öhmanns Zweifel zu einem Rats-TV gleich ausräumen. Wenn alle Ratsmitglieder zustimmten ginge dies durchaus. Ein Beispiel was zeigt, dass hier ein neues Denken herrscht.

Die Zuhörer waren unentschieden. Beide Lager konnten ihre Anhänger mobilisieren. In einem "Beifallbarometer" konnte keiner der Kandidaten eindeutig als Sieger genannt werden. Das Beifallbarometer zeigte aber auch im Vegleich zum Anfang und Ende der Veranstaltung das Lagemann mit seinen Positionen punkten konnte.

Eindeutige Gewinner waren jedoch die Zuhörer in der Pius-Aula. Sie haben einen wichtigen Beitrag für ihre Wahlentscheidung Mitte September mit nach Hause nehmen können.

Aktuell 

Mittwoch, 13.12.2017 ab ca. 19.30 Uhr im Cafe Central: Offener Grünentreff für alle Interessierten

Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 für Coesfeld:
Erststimmen: bild
Zweitstimmen: bild
Kreis Coesfeld: bild

Friedrich Ostendorff
Friedrich Ostendorff -
Wieder für uns in Berlin mehr

13.07.2017: Presseerklärung zum Schweinehaltungsskandal Schulze Föcking bild
Stern-TV-Video zum selben Thema bild
Bericht bei "top agrar online" bild

04.07.2017: Sendung FAKT, Das Geschäft mit PMSG: Kreislauf des Tierleids video

29.06.2017: Rede von Friedrich im Deutschen Bundestag zur Düngeverordnung video

16.03.17: Rede zur Änderung des Düngegesetzes video

16.02.2017: Das neue Düngegesetz geht nicht weit genug (Audiobeitrag Bayern 2) bild

10.05.2017: Podiumsdiskus-sion in Nordkirchen - Landwirt-schaft und Artenvielfalt? bild

15.10.2015: Rede zum Thema "Milchmarkt stabilisieren – Milchkrise beenden" video

15.10.2015: Rede zum Thema "Landwirtschaftliche Alterskasse: Abschaffung der Hofabgabeklausel" video

10.09.2015: Redebeitrag von Friedrich im Bundestag zum Milch-Preisverfall video

22.07.15: topagrar-online - Landwirte wünschen sich mehr Vertrauen von den Grünen mehr

21.07.15: Anton Hofreiter schnuppert Stallluft in Billerbecker Schweinemastbetrieb mehr

22.07.15- Wa.de: Hofreiter und Ostendorff besuchen Ökostation mehr
Bericht im Hellweger Anzeiger mehr

23.06.2015: Aktuelle Artikel über Friedrich in der taz und topagrar

19.06.2015: Rede zum Agrarpolitischen Bericht der Bundesregierung 2015 mehr

01.12.2014: Video zur "Agrarpolitik in der grünen Bundestagsfraktion" mehr

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01.08.2014 Tierhaltung: Neue Antibiotika-Zahlen sind alarmierend mehr

23.07.2014: Antibiotika im Tierfutter: Das Maß der Dinge ist verloren mehr

11.06.2014: Zur Risikobewertung der Gesundheitsrelevanz von Chlorhühnchen mehr

14.05.2014: Geflügelmast: Qualzuchten endlich beenden mehr

08.05.2014: Redebeitrag zur Düngerecht-Novellierung und zum Grünen-Antrag den Umgang mit Nährstoffen mehr

08.05.2014: Redebeitrag zum Arbeitnehmer-Entsendegesetz (Fleischwirtschaft) mehr

30.04.2014: Friedrich Ostendorff, MdB, und Martin Hahn, MdL, bei Kreisbauern- chef Mainberger mehr

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