BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Coesfeld

Grüne Coesfeld initiieren Statement-Foto-Aktion zur Stadtbild-Debatte

Wir alle sind das Stadtbild- gemeinsam, menschlich und vielfältig

Grüne Coesfeld initiieren Statement-Foto-Aktion zur Stadtbild-Debatte

Am vergangenen Samstag fand eine Aktion zu den Äußerungen des Bundeskanzlers zum Thema Stadtbild statt. „Die Worte von Merz, in denen er suggerierte, man sehe im Stadtbild ein Problem, sind nichts anderes als fremdenfeindlich und spaltend,“ sagt Sarah Albertz, Sprecherin der Grünen. „Mit unserer Aktion wollten wir zeigen, dass unser Stadtbild aus Menschen besteht, aus Nachbar*innen, Freund*innen, Kolleg*innen und dass diese Vielfalt unsere Stadt lebendig und stark macht.“

„Merz völlig undifferenzierte Aussagen ließen zu viele Interpretationsmöglichkeiten zu, sie sind menschenverachtend, unwürdig, und der Mensch im Stadtbild wird durch sie verdinglicht“, stimmt Vorstandsmitglied Elke Wehling zu. „Wenn Spitzenpolitiker Aussehen mit Zugehörigkeit verknüpfen, ist das nicht mehr unglücklich formuliert, sondern brandgefährlich und rassistisch“, so Grünenmitglied  Stefanie Nienhaus. „Niemand sollte sich anmaßen, nach dem äußeren Erscheinungsbild beurteilen zu können, ob ein Mensch, der z.B. im Schlosspark sitzt, (Früh-)Rentner*in, im Schichtdienst tätig, im Urlaub, etc.ist.“ Sarah Albertz ergänzt: „Merz stellt Mitmenschen als optische Zumutung dar, spaltet so vorsätzlich die Gesellschaft und verschafft rassistischen Ressentiments eine Bühne. Straftäter*innen sind mit den existierenden juristischen Mitteln zu verfolgen, wir wollen keine Verharmlosung von Fakten. Jedoch wurden pauschal, populistisch und unterkomplex  alle – Geflüchtete, Migrant*innen, Asylbewerber*innen, Schwerstkriminelle – gleichgesetzt.“

„Unser Menschenbild hingegen ist geprägt von Offenheit, Menschlichkeit und Empathie für eine bunte Gesellschaft. Die Menschen in nützlich und unnützlich, arbeitend und nicht arbeitend, gute und problematische Migrant*innen einzuteilen, weckt düstere Erinnerungen. Die Verantwortung eines Bundeskanzlers wäre es, die Menschen zu vereinen, dazu zu bringen sich anzunähern und das Gemeinsame zu betonen. Als Politik müssen wir die defizitäre Infrastruktur und mangelnde Integration angehen, statt Menschen als Problem zu sehen,“ sind sich die Coesfelder Grünen einig.



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